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NEUE CHANCEN DURCH JUGENDMOBILITÄT

YouMo – Unlocking opportunities by supporting youth mobility

Viele junge Menschen zwischen 15 und 30 Jahren stehen vor der Herausforderung, dass räumliche Mobilität – etwa für eine Ausbildung, Lehre oder Arbeit außerhalb des eigenen Wohnorts – mit Unsicherheiten, fehlenden Informationen und vielfältigen sozialen Barrieren verbunden ist. Besonders Jugendliche in benachteiligten Lebenslagen haben eingeschränkte Möglichkeiten, Bildungs- und Beschäftigungsangebote außerhalb ihres unmittelbaren Umfelds wahrzunehmen. Dies wirkt sich direkt auf ihre beruflichen Chancen, ihre Selbstbestimmung und ihre Zukunftsperspektiven aus.

Hier setzt das Erasmus+-Projekt YouMo an: Das Projekt möchte jungen Menschen ermöglichen, Mobilität als realistische Option zu verstehen, reflektierte Entscheidungen zu treffen und Hindernisse aktiv zu bewältigen.

Das Projektziel

YouMo hat das Ziel, die Beschäftigungsfähigkeit und Selbstbestimmung benachteiligter junger Menschen im Alter von 15 bis 30 Jahren zu stärken. Das Projekt unterstützt junge Menschen dabei, ihre eigenen Möglichkeiten und Grenzen im Kontext von Mobilität zu erkennen, Chancen abzuwägen und selbstbewusst berufliche Wege zu gestalten.

Von Oktober 2025 bis September 2027 wird YouMo in Österreich, Deutschland, Slowenien und Irland umgesetzt. Durch die Zusammenarbeit internationaler Partnerorganisationen entsteht ein praxisnahes und inklusives Trainingskonzept, das unterschiedliche nationale Perspektiven und Anforderungen berücksichtigt.

Das Projektdesign

Entwicklung bedarfsgerechter Lernmodule

Im Mittelpunkt steht die Entwicklung bedarfsgerechter Lernmodule rund um das Thema Mobilität im Kontext von Bildung und Arbeit. Diese Module sollen Jugendliche dabei unterstützen, Chancen der Mobilität zu erkennen, Hindernisse zu überwinden und Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten zu gewinnen. Ergänzend entstehen Trainingsleitfäden, die Pädagog*innen, Ausbildner*innen und Jugendarbeiter*innen praktische Werkzeuge zur Begleitung und Motivation von jungen Menschen bieten.

Pilotworkshops und Praxiserprobung

Das Lernangebot folgt einem informellen, praxisnahen und flexiblen Blended-Learning-Ansatz, der sowohl Online- als auch Präsenzphasen verbindet. Grundlage für die Entwicklung sind Literaturrecherchen und Interviews mit Expert*innen sowie mit jungen Menschen aus unterschiedlichen sozialen Hintergründen. In allen Partnerländern werden Pilotworkshops durchgeführt, um die Module zu testen und an die jeweiligen nationalen Kontexte anzupassen.

Bedarfsanalyse und digitales Trainingsprogramm

Die Projektergebnisse umfassen vier nationale Bedarfsanalysen sowie einen transnationalen Bericht (in Englisch, Deutsch und Slowenisch). Darauf aufbauend wird ein digitales Trainingsprogramm mit fünf Modulen entwickelt, das auf die Bedürfnisse benachteiligter Jugendlicher und ihrer Trainer*innen zugeschnitten ist. Nach Abschluss der Pilotierungen werden die Erfahrungen ausgewertet und in einem umfassenden Ergebnisbericht veröffentlicht.

Wirkung und nachhaltige Verankerung

Langfristig soll YouMo dazu beitragen, dass mehr junge Menschen ihre beruflichen Chancen wahrnehmen können – unabhängig von Herkunft, Geschlecht oder sozialem Status. Durch praxisorientierte Materialien, Kooperation und Austausch stärkt das Projekt nicht nur individuelle Kompetenzen, sondern auch soziale Teilhabe und Chancengerechtigkeit in der europäischen Jugend- und Bildungsarbeit.

Die Partnerschaft

YouMo ist ein Erasmus+-Projekt, das gemeinsam von vier europäischen Partnerorganisationen umgesetzt wird:

ÖSB Social Innovation GmbH

ÖSB Social Innovation GmbH ist spezialisiert auf die Durchführung von Studien und Beratungsleistungen in den Bereichen Soziales, Arbeit, Bildung, EU-Strukturfonds und das Monitoring von Arbeitsmarkt-, Bildungs- und Beratungsprojekten. Zu den Kunden der ÖSB Social Innovation zählen staatliche Stellen, öffentliche Arbeitsverwaltungen, Non-Profit-Organisationen, internationale Organisationen und Unternehmen. Neben ihrem Schwerpunkt auf dem Arbeitsmarkt engagiert sich ÖSB Social Innovation intensiv für die Förderung sozialer Innovation und bemüht sich, die Herausforderungen benachteiligter Gruppen durch innovative Strategien und die Umsetzung von Projekten auf nationaler und internationaler Ebene anzugehen. Zu ihren Kernaktivitäten gehören innovative Ansätze in Bildung und Berufsausbildung, die Zusammenarbeit mit Forschungs- und institutionellen Partnern zur Unterstützung von Politik und Praxis sowie die aktive Einbindung von Gemeinschaften, damit Projekte den Bedürfnissen der Zielgruppen entsprechen.

Ballymun Job Centre Co-operative Society Limited (Irland)

Die Ballymun Job Centre Co-op Society Limited (BJC) ist eine gemeinnützige Organisation in Ballymun, die Arbeitslosen aus der Region, die auf dem Arbeitsmarkt benachteiligt sind, Arbeitsvermittlung, Berufsberatung, Bildung und Schulungen anbietet. Ihr Ziel ist es, die Auswahlmöglichkeiten der Menschen auf dem Arbeitsmarkt zu erweitern, ihre Beschäftigungsfähigkeit und ihr Einkommen zu verbessern und ihre Anfälligkeit für Armut durch den Zugang zu hochwertigen Arbeitsplätzen zu verringern.

Mit einem kundenorientierten Ansatz entwickelt die BJC innovative Initiativen, die sich mit vielfältigen Hindernissen für die Arbeit befassen, wie z. B. geringer Bildung und Qualifikation, Langzeitarbeitslosigkeit, geringem Selbstwertgefühl, Sozialhilfeabhängigkeit, Schulabbruch, Behinderungen und psychischen Problemen. Die Organisation arbeitet eng mit öffentlichen, privaten, europäischen und kommunalen Partnern auf lokaler und überregionaler Ebene zusammen, um eine breite Palette von Unterstützungsmaßnahmen anzubieten, die den Menschen helfen, diese Hindernisse zu überwinden und eine nachhaltige Beschäftigung zu finden.

Andragoški zavod Ljudska univerza Velenje (Slowenien)

Die Ljudska univerza Velenje (LUV) wurde 1959 gegründet und ist eine öffentliche, gemeinnützige Einrichtung der Erwachsenenbildung, die Bildung und Unterstützung für verschiedene Zielgruppen anbietet. LUV beteiligt sich aktiv an der regionalen Gemeinschaft, indem sie die Bildungsstruktur der Bevölkerung verbessert, Mitglieder der Gemeinschaft motiviert und informiert sowie in formale und non-formale Bildungsprogramme einbindet. Die Programme richten sich an Erwachsene und Jugendliche und umfassen unter anderem die Grundschule für Erwachsene (Jugendliche), berufliche und fachliche Sekundarbildung, Sprach- und IKT-Kurse für unterschiedliche Zielgruppen (NEETs, Wirtschaftssektor, Senior:innen), arbeitsmarktorientierte Maßnahmen, Programme zur sozialen Aktivierung, digitale Grundbildung, Lehrgänge, Workshops sowie nationale und internationale Projekte.

Verband der Kolpinghäuser e. V. (Deutschland)

Der Verband der Kolpinghäuser (VKH) ist ein Zusammenschluss von über 130 Kolpinghäusern in ganz Deutschland mit Sitz in Köln. Dazu gehören klassische Vereinshäuser, Hotels, Wohnheime für Auszubildende und Jugendliche sowie Familienferienstätten. Der VKH bietet seinen Mitgliedern ein breites Spektrum an Informations- und Beratungsleistungen. Gemeinsam stärken sie den sozial geprägten Auftrag der Kolpinghäuser und ihre langjährige Partnerschaft mit dem Handwerk und den Gesell:innen, damit dieses Engagement für das Gemeinwohl auch in Zukunft Bestand hat. Die Wohnheime für Auszubildende und Jugendliche bieten jungen Menschen in der beruflichen Ausbildung Unterkunft, Verpflegung und sozialpädagogische Begleitung. In rund 35 Kolping-Jugend- und Auszubildendenwohnheimen mit etwa 4.000 Plätzen können junge Menschen mit oder ohne pädagogische Unterstützung wohnen.

Fördergeber

Disclaimer

Von der Europäischen Union finanziert. Die geäußerten Ansichten und Meinungen entsprechen jedoch ausschließlich denen des Autors bzw. der Autoren und spiegeln nicht zwingend die der Europäischen Union oder der OeAD-GmbH wider. Weder die Europäische Union noch die OeAD-GmbH können dafür verantwortlich gemacht werden.

Projektleitung

Partner*innen

Kontakt

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Zögern Sie nicht und kontaktieren Sie das Team von ÖSB Social Innovation.

Lisa Bock-Oswald

Projektleitung

E: lisa.bock@oesb-socialinnovation.at